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Nüchternheitsgrenzen präoperativ
Bei der Allgemeinnarkose werden auch die Schutzreflexe wie Würge und
Hustenreflex ausgeschalten. Dadurch kann es bei vollem Magen zu einem
Rückfluss von Mageninhalt über die Speiseröhre in den Rachen und zum
Eindringen dieser Flüssigkeit in die Luftröhre und Lunge kommen
(Aspiration). Es handelt sich dabei um eine gefährliche Komplikation,
die zu einer Störung der Lungenfunktion, einer schweren
Lungenentzündung und damit zu einem längeren Aufenthalt auf der
Intensivstation führen kann. Die Einhaltung folgender
Nüchternheitsgrenzen vor dem operativen Eingriff verhindert Erbrechen
während der Narkoseeinleitung:
| | feste Nahrung, trübe Flüssigkeiten, Milch | Wasser (ohne Kohlensäure)
Tee (ohne Milch) in kleinen Mengen
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| Erwachsene | 6 Stunden | 2 Stunden |
| Kinder (> 1 Jahr) |
6 Stunden |
2 Stunden |
| Säuglinge (< 1 Jahr) |
4 Stunden (Milch) |
2 Stunden |
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In Notfällen kann die Zeit bis zum Erreichen der Nüchternheit oft nicht
eingehalten werden. In diesem Fall wird vorzugsweise eine
Regionalanästhesie durchgeführt oder kommt ein spezielles
Einleitungsverfahren (Bitzintubation) zur Anwendung.
Vorgeschriebene Medikamente können vor der Operation jederzeit mit einigen Schluck Wasser eingenommen werden.
Vermeiden Sie Nikotinkonsum am Operationstag und nützen Sie die Narkose vielleicht dazu, mit dem Rauchen überhaupt aufzuhören.